---------------------------- Weihnachtsgrüße und Ausschreibung 2018 -----------------------------

Liebe Basketballfreundinnen und Basketballfreunde,
liebe Trainerinnen und Trainer,

das Jahr 2017 geht als ereignisreiches und erfolgreiches Jahr für das Lehr- und Trainerwesen im Deutschen Basketball Bund zu Ende. Die Initiative zur Betreuerqualifikation „Be a Coach“ wurde mit über 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfolgreich weitergeführt. Der in Kooperation mit dem Schiedsrichterwesen eingeführte Online-Kampfrichterkurs wurde von mittlerweile über 1.300 Teilnehmern und Teilnehmerinnen durchlaufen. Darüber hinaus wurde eine neue Athletikkonzeption für alle Altersklassen vom DBB herausgegeben, die zum Download auf der DBB-Homepage bereitsteht. Neu ist auch die Literaturdatenbank „LIDA Basketball“, die in Kooperation mit dem Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) erstellt wurde. Dafür wurden aus den gut 50.000 Beiträgen der trainingswissenschaftlichen Datenbank SPONET die Studien mit Bezug zum Basketball zusammengestellt und bilden eine gelungene Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis (www.dbb-trainer.de). Zudem durfte der DBB in diesem Jahr 70 neuen B-Trainer/-innen sowie 19 neuen A-Trainer/-innen zum Lizenzerwerb gratulieren.

Ein Rückblick auf das Lehrgangsjahr 2017 beweist, dass wir mit unseren Ausbildungs-, Fortbildungs- und Prüfungslehrgängen weiterhin auf einem sehr guten Weg sind und die Bedürfnisse der Trainerinnen und Trainer befriedigen. An den Veranstaltungen des DBB (Aus- und Fortbildung) nahmen in diesem Jahr wieder fast 1000 Personen teil. Im Rahmen der Minitraineroffensive der DBB Jugend und dem Deutschen Basketball Ausbildungsfonds (einer Einrichtung von easyCredit BBL und 2. Basketball-Bundesliga) wurden in 2017 zehn öffentliche Minibasketball-Clinics mit insgesamt 460 Teilnehmenden organisiert bzw. angeboten.
Wir wissen, dass es nicht nur auf die Quantität ankommt, sondern vor allem auf die Qualität der Ausbildung und Referenten. Auch hier dürfen wir erneut äußerst Erfreuliches berichten. Die Auswertung aller Feedbackbögen ergab wieder eine extrem hohe Zufriedenheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den Referenten. Wir möchten uns an dieser Stelle bei Euch allen für das Vertrauen und die hervorragende Mitarbeit und Flexibilität, vor allem in den Ausbildungslehrgängen, bedanken. Gerade durch Euer Engagement werden die Lehrgänge besonders geprägt. Auch im Fortbildungsbereich konnten wir durch die Coach Clinics während des NBBL/JBBL TOP4 und beim Supercup mit nationalen und internationalen Trainergrößen wie Gordon Herbert, Stefan Weißenböck, Andrea Trinchieri und Arik Shivek (die es sich nicht nehmen ließen im Rahmen der Clinic gegeneinander zu coachen) wiederum Maßstäbe setzen.
Besonders erfreut sind wir über die Nachfrage und die Ergebnisse des dritten Jugendspitzensportlehrganges im Rahmen des WNBL TOP4 in Wolfenbüttel, der mit 37 Coaches eigentlich schon überbucht war. Das neue Format mit zwei Impulsvorträgen durch den belgischen Nationaltrainer Pierre Cornia und die anschließende Workshop Phase wurden hervorragend angenommen. Neben dieser Fortbildung wurde auch wieder ein Jugendspitzensportlehrgang im Rahmen des Bundesjugendlagers durchgeführt. Eine Fortsetzung beider Veranstaltungen ist fest eingeplant.
Zu dem hohen Qualitätsstandard in der Aus- und Fortbildung tragen auch die Bundestrainer und Bundestrainerinnen des DBB bei. Allen Referenten danken wir an dieser Stelle nochmals sehr herzlich für das große Engagement und die sehr ausgeprägte Bereitschaft, auch kurzfristig Aufgaben zu übernehmen.

Das Ziel eines ausgewogenen und qualitativ hochwertigen Programms wird auch im nächsten Jahr ein zentrales Anliegen unserer Arbeit sein. Wir starten mit der internationalen Coach Clinic im Rahmen des Albert-Schweitzer Turniers. Bereits zwei Wochen später mit der vierten Auflage des Jugendspitzensportlehrgangs beim WNBL TOP4, bei dem wir wieder einen internationalen Referenten präsentieren werden. Im Mai findet dann unsere jährliche Coach Clinic während des NBBL/JBBL TOP4 statt. Im Juli blicken wir schon voller Vorfreude auf die U20 Europameisterschaft in Chemnitz (14. bis 22. Juli 2018), bei der es neben einer topbesetzten internationalen Coach Clinic auch einen fünftägigen Jugendspitzensportlehrgang speziell für NBBL-Trainerinnen und -Trainer sowie weiterer hauptamtlicher Nachwuchsakteure aus dem Jugendleistungssport geben wird. Abschließend führt die Bundesakademie wieder einen Jugendspitzensportlehrgang im Rahmen des Bundesjugendlagers im Oktober durch.

Auch 2018 wird der DBB wieder verstärkt nachfrageorientierte Lehrgänge zur Weiterbildung der Referenten aus den Landesverbänden anbieten. Inhaltlich geht es um die Verbesserung der Lehrfähigkeit in Bezug auf die Methoden- und Kommunikationskompetenz.

Der Zugang zum Trainerportal bleibt weiterhin für alle Trainer und Trainerinnen mit einer gültigen Trainerlizenz kostenfrei. Hier ist ein Relaunch mit integrierter App-Nutzung geplant. Die E-Learning Plattform werden wir im kommenden Jahr zur Verbesserung der Trainerausbildung des DBB in allen Lizenzstufen weiterentwickeln. Erstmalig wird ein Online-Regeltest für Trainer (verpflichtend im Rahmen der Lizenzausbildung im A- und B-Bereich) zum Einsatz kommen. Neben dem schon in einigen Landesverbänden im Rahmen der C-Ausbildung genutzten C-Modul wird dazu adäquat ein B-Modul mit abschließendem Test zur Vorbereitung auf die B-Ausbildung entwickelt.
Im Bereich der A-Ausbildung haben wir in 2017 den Fokus wesentlich stärker auf die Bereiche Coaching und „Soft-Skills“ gelegt. Durch den gleichzeitigen Einsatz von teilweise zwei Referenten bei verschiedenen Einheiten konnten wir wesentlich individueller auf die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingehen. Das überwältigende Feedback hat uns darin bestärkt, diesen Bereich noch weiter auszubauen.
Weitere Infos rund um das Lehrwesen findet Ihr auf dieser Homepage!

Euch allen wünschen wir ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, Gesundheit, Erfolg und alles Gute für das neue Jahr 2018.

Mit freundlichen Grüßen,

Lothar Bösing
Vizepräsident Bildung und Sportentwicklung

Peter Radegast
Geschäftsführer Bundesakademie des DBB GmbH

 

Literaturrecherche leicht gemacht

Durch die Zusammenarbeit des Deutschen Basketball Bundes mit dem Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) Leipzig steht Spielern, Trainern, Wissenschaftlern, Funktionären und Basketball-Interessierten ab sofort eine umfangreiche Online-Literaturdatenbank, die sogenannte „LIDA Basketball“ zur Verfügung. Dafür wurden aus mehr als 50.000 Beiträgen der trainingswissenschaftlichen Datenbank SPONET alle Studien mit Bezug zum Basketball ausgewählt. SPONET ist eine Such- oder besser „Find“-Maschine, die das IAT bereits vor 18 Jahren für Sportwissenschaftler, Trainer und Athleten entwickelt hat. Aktuell sind in der LIDA Basketball nahezu 2.500 Publikationen zum Basketball sowie zu verwandten Themen enthalten.

Flexibler Zugriff auf wissenschaftliche Studien
Täglich nehmen die Experten des Fachbereichs Information Kommunikation Sport des IAT neue wissenschaftliche Publikationen aus der ganzen Welt in die Datenbank in SPONET auf. Etwa 300 neue Quellen werden jeden Monat von den Mitarbeitern erfasst, inhaltlich analysiert und fachlich bewertet. Für die Suche können Sie die angezeigten Schlagworte nutzen oder aber selbst in der Datenbank recherchieren. Damit haben Sie einen schnellen und flexiblen Zugriff auf neueste Basketball spezifische wissenschaftliche Studien und Erkenntnisse. Neben der LIDA Basketball gibt es derzeit spezifische Datenbanken für 20 Sportarten, darunter auch andere Spielsportarten wie Fußball, Handball oder Eishockey. Weitere LIDAs sind in Vorbereitung und werden durch Literatur-Datenbanken für spezielle trainingswissenschaftliche Themen ergänzt.

Gelungene Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis
„Das IAT freut sich, dem Deutschen Basketball Bund die Literatur-Datenbank (LIDA) Basketball übergeben zu können. Diese neue Produktgeneration nutzerorientierter Datenbanken wird mittlerweile in vielen olympischen Sportverbänden Deutschlands eingesetzt. Basketballtrainer, Athleten, Wissenschaftler, Funktionäre und Basketballfans haben damit ein neues Informationsangebot, das einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu aktueller wissenschaftlicher Literatur im Kontext Basketball bietet“, sagt Dr. Hartmut Sandner, Fachbereichsleiter Information Kommunikation Sport am IAT. „Für Basketballtrainer und Wissenschaftler bieten wir außerdem den individualisierten Fachinformationsservice SPRINT an, mit dem ein sehr schneller und direkter Informationstransfer stattfindet.“


„Die LIDA Basketball wurde in Zusammenarbeit von IAT-Experten des Fachbereichs Information Kommunikation Sport (Dr. Hartmut Sandner und Axel Brüning) und dem DBB-Referenten für das Trainerwesen, Peter Radegast, entwickelt. Durch diese gelungene Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis ist ein optimal auf den Bedarf der Basketball-Community abgestimmtes Angebot entstanden. Mit VuFind kommt eine sehr moderne Datenbanktechnologie zum Einsatz, die eine einfache Handhabung gewährleistet, und das moderne, frische Design weckt bei jedem Basketballinteressierten die Lust, sich auf die Suche nach für ihn relevanten Erkenntnissen zu machen. Mit der LIDA Basketball wird er dabei garantiert fündig werden“, ergänzt Dr. Antje Hoffmann, Fachbereichsleiterin Spielsport und stellv. Direktorin des IAT.

Auch DBB-Vizepräsident Prof. Lothar Bösing freut sich über das neue Online-Tool: „Diese Literatur-Datenbank bietet eine umfassende Übersicht über basketballspezifische Publikationen in vielen verschiedenen Bereichen. Dieses Projekt des IAT Leipzig unterstützt die Trainerinnen und Trainer in ihrer täglichen Arbeit, schafft aber auch für Basketballinteressierte einen echten Mehrwert. Ich bin mir sicher, dass LIDA für unsere Arbeit im DBB und darüber hinaus sehr hilfreich sein wird. Hierfür sind wir sehr dankbar“, so Bösing.

Hier geht’s zur Literatur-Datenbank…

 

DBB Publikationspreis 2017

Der DBB zeichnet jährlich besondere fachliche Arbeiten zum Thema Basketball aus. Hierzu schreibt eine gemeinsame Stiftung des DBB und der Bundesakademie des DBB zum fünften Mal den DBB-Publikationspreis aus. Mit dem Preis verfolgt der DBB das Ziel, herausragende fachliche Arbeiten aus dem gesamten Bereich des Basketballsports zu würdigen. Neben wissenschaftlichen Arbeiten werden auch pädagogische Prüfungsarbeiten ausdrücklich einbezogen. Der Preis ist mit einem Geldbetrag dotiert. Der DBB behält sich eine Veröffentlichung, gegebenenfalls in verkürzter Form vor.

Die Lehr- und Trainerkommission hat sich auf vier wesentliche Kriterien geeinigt, die für die Entscheidung über die Vergabe des Preises zugrunde gelegt werden. Diese Kriterien sind:

der innovative Wert der Arbeit für die Entwicklung des Basketballsports
die Qualität des wissenschaftlichen Designs der Arbeit
die Bedeutung der Ergebnisse für die Praxis
die formale Gestaltung der Arbeit

Berücksichtigt werden nur Arbeiten, die mit „Auszeichnung“ oder „sehr gut“ bewertet und innerhalb der Jahre 2015-2017 fertiggestellt wurden. Für den/die Gewinner wird ein Preisgeld von bis zu 2.000 € ausgesetzt.

Bewerbungsverfahren:

  • Arbeiten können nur mit befürwortenden Stellungnahmen der Gutachter eingereicht werden.
  • Arbeiten müssen in zweifacher Ausfertigung beim Deutschen Basketball Bund unter dem Stichwort „Basketball-Preis“ eingereicht werden.
  • Termin für die Abgabe ist der 31. Dezember 2017.
  • Die Begutachtung und die Entscheidung über die Prämierung erfolgen durch den Redaktionsausschuss mit Unterstützung durch externe Gutachter.
  • Die Vergabe des Preises erfolgt im Rahmen einer Präsentation des Deutschen Basketball Bundes anlässlich einer Sportveranstaltung.
  • Der Autor erklärt schriftlich sein Einverständnis, dass der DBB die eingereichte Arbeit gegebenenfalls in verkürzter Form veröffentlichen darf.

Bewerbungen senden Sie bitte an:
Lehr- und Trainerkommission, Stichwort „Publikationspreis“, Deutscher Basketball Bund e. V., Postfach 708, 58007 Hagen

 

Gleim und Eichberger erhalten Trainer-Diplom der TA Köln

Bild Eichberger Gleim Urkunde 2017 1
Erfolgreicher Abschluss des dreijährigen Studiengangs

Drei Jahre voller harter Arbeit, neuer Erfahrungen, regen Austauschs und sicherlich auch der ein oder anderen Schweißperle liegen hinter Jan-Philip Eichberger (RASTA Vechta) und Sebastian Gleim (Fraport SKYLINERS), die am Dienstag den Diplom-Trainer-Studiengang an der Trainerakademie Köln des DOSB mit ihrem Diplom abgeschlossen haben. Drei Jahre studierten die beiden Basketballtrainer berufsbegleitend an der Akademie. Das anwendungsorientierte Studienprofil, das an den Anforderungen des Berufsfelds Trainer im Leistungssport ausgerichtet ist, zielt vor allem auf wissenschaftlich fundiertes trainingsmethodisches Können im Arbeitsprozess ab.

Dabei unterstützte der DBB die beiden Diplom-Trainer als "Praxispartner". So konnte Gleim bei der U18m (2016 und 2017) sowie bei der U16m (2015) den berufsintegrierten Teil des Studiums absolvieren, Jan-Philip Eichberger war hierzu beim A-Kader (2015) und bei der U16m (2017) aktiv. Von allgemeinen, theoretischen, wissenschaftlich fundierten Grundlagen der Sportwissenschaft über die Spezialisierung in Form von interdisziplinär ausgerichteter Bearbeitung von konkreten Praxisfragen bis hin zu individualisierten Programmen im Basketball wurden die Inhalte des Studiums mit zunehmender Studiendauer immer stärker spezialisiert.

Unter den Gratulanten bei der Abschlussveranstaltung waren auch unter anderem Dirk Schimmelpfennig, Vorstand Leistungssport des DOSB und Vorsitzender des Vereins Trainerakademie Köln des DOSB e.V., Ministerialdirektor Gerhard Böhm, Leiter der Abteilung Sport im Bundesministerium des Innern, sowie Bernhard Schwank, Staatskanzlei des Landes NRW.

Jan-Philip Eichberger zieht eine positive Bilanz: „Ich schaue mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Ende dieses Studiengangs. Einerseits bedeuteten die drei Jahre natürlich neben der täglichen Arbeit einen Extraaufwand, andererseits bietet sich somit auch regelmäßig die Chance das eigene Handeln von außen zu betrachten und durch die Wechselwirkung von Theorie und Praxis, ständig zu lernen. Die zahlreichen, erfahrenen und sehr kompetenten Dozenten, die Hospitationen und Mitarbeit bei den DBB-Kadern und auch die Einblicke in andere Sportarten waren ein unglaublich wertvoller Input für mich. Danke an den DBB, sowie den DBV Charlottenburg, den TuS Lichterfelde und die Fraport Skyliners, die meine Ausbildung jederzeit unterstützt und möglich gemacht haben.“

Auch wenn der Workload von 5400 LE in den drei Jahren viel war, werden die beiden Absolventen in ihrer täglichen Praxis von den gemachten Erfahrungen sicherlich stark profitieren können.

 

DBB begrüßt 12 neue Trainer

Am vergangenen Wochenende fanden in Heidelberg die A-Lizenz und B-Lizenz-Prüfungen statt. Im Olympiastützpunkt Rhein-Neckar herrschten dabei gewohnt sehr gute Bedingungen. Am Ende freuten sich elf neue B-Trainer/innen sowie ein neuer A-Trainer über ihre Lizenzen. Folgende Prüflinge haben bestanden:

A-Lizenz:

Markus Klusemann (München)

B-Lizenz:

Sören Allgeier (Trier), Mohamad Nour Diar Bakerli (Marburg), Farsin Hamzei (Jena), Oliver Heptner (Ulm), Corina Kollarovics (Rosenheim), Michael Kowalczyk (Ulm), Michael Luprich (Langen), Markus Mosig (Mannheim), Milos Petkovic (Gießen), Andreas Popp (Jena), Mario Volarevic (Mainz).

Als Prüfer waren Dirk Altenbeck, Robert Bauer, Carl Mbassa, Klaus-Günther Mewes und Karsten Schul im Einsatz, die Lehrgangsleitung oblag Peter Radegast. An beiden Tagen stand den Prüflingen eine gemischte U16/U18 der Junior Baskets Rhein-Neckar zur Verfügung.